Oschersleben 2011

Die German Speedweek
Die Börde ruft und die Classic Superbikes kommen.
Als etablierte Großveranstaltung hat sich die German Speedweek in Oschersleben in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Hier rennen die Großen 8h lang um den Kurs und die klassischen Bikes dürfen da nicht fehlen.
Lustig war das erste freie Training dann aber eher weniger. Es hatte am Morgen geregnet und die Strecke trocknete nur schwer auf. Also ging das Feld erst einmal auf die nasse Strecke raus um etwas locker einzurollen. Andre Velten und Norbert Witopil beider aus der AMA zeigten ihr Können bei diesen Bedingungen und fuhren mit Abstand davon.
Glücklicherweise fanden die folgenden Zeittrainings sowie die Rennen dann alle auf trockener Strecke statt.
Das Zeittraining gewann Jeroeen mit deutlichen Abstand dahinter ganz eng beieinander Dirk, Stefan und Thomas. In der No Limit und der Vintage sah alles entspannter aus und so lag zwischen den Fahrern meist ein größerer Abstand. Peter Linden außer Konkurrenz vor Andreas Peck und Christian Hart.
Der Start des ersten Rennens machte sofort klar, was hier abgeht. Die Meisterschaftsführenden Stefan Merkens und Dirk Schnieders mussten schon ab der ersten Kurve voll beißen, um den Speed von Ruckyfumi und Christian Mende mithalten zu können. Die vier hatten wohl von Anfang an einen Angriffspakt geschlossen. Ein sehr spannendes Rennen für alle, die von außen zuschauten. Der Kampf war so hart, dass Zeiten von 1:37 für die Spitze der AMA notwendig waren. Jeroen außer Konkurrenz vorn weg konnte sogar 1.36 fahren. Die CSBK brauchte sich nicht hinter den modernen Bikes zu verstecken! Volle Hochachtung. Nachdem Dirk sich zu Beginn der zweiten Rennhälfte für drei Runden an die Spitze setzen konnte, ergatterte Stefan wieder diesen Platz. Die Führung wechselte zwischen den drei Topleuten in jeder Runde mehrfach. Am Ende konnte Stefan mit einem Vorsprung hauchdünnen Vorsprung von 0,2s vor Dirk und 3s vor Ruckyfumi über die Linie fahren. Die Aussage des AMA Siegers, nachdem er den Helm abgenommen hat:“ Das war da schwerste Rennen mit einem ClassicSuperbike, das ich je gefahren bin.“ Ebenfalls interessant für die Zuschauer war der Kampf von Holger Hesse aus der AMA gegen den No Limit Fahrer Frank Maurer sowie Andre Velten gegen Frank Heidger. Beide Gruppen schenkten sich nichts und so fuhren sie mit 0,1s bzw. 1s über die Ziellinie.
Die No Limit gewann Jeroen vor Holger.
In der Vintage-Klasse profitierten alle Fahrer davon, dass Andreas ein technisches Problem hatte und weit zurück fiel. Ein so harter Kampf wie bei den AMA’s gab es aber auch hier nicht. Der klare Sieg ging an den außer Konkurrenz fahrenden Peter Linden, dann folgen auf sicheren Platzierungen Christian und Marcus. Ebenfalls spannend war der Zweikampf in der Mitte des Feldes von Manfred Weiler und Alois Kähmer. Manni hatte sich hinter Alois gehängt und versuchte bei jeder Kurve einen Überholvorgang. Am Schluss lag zwischen den Beiden der Hauch von 0,9 sek. Alois bekommt für dieses Rennen keine Punkte, da er nicht regelkonform ohne Ölauffangwanne fuhr.
Die Sieger heißen:

AMA Legend: #1 Stefan Merkens vor #33 Dirk Schnieders und #68 Thomas Ruckriegel
No Limit: #3 Jeroen Versteeg vor #93 Holger Behnke und #50 Olaf Färber
Vintage: #98 Marcus Franzen vor #133 Christian Hart und #79 Jörg Rohde

Ein spannendes Rennen ging zu Ende und alle freuten sich auf Rennen 2.
Die Dramaturgie für das zweite Rennen entsprach dem ersten Rennen. Die vier Streithähne Merkens, Schnieders, Ruckriegel und Mende setzten sich sofort nach dem Start ab und zeigten wieder eine sehenswerte Vorstellung. Schnieders und Stefan wechselten ständig zwischen Position 1 und 2, lediglich Ruckriegel konnte noch mitgehen und kurz die Spitze übernehmen. Mende blieb bei dem Spektakel nur der Logenplatz dahinter. Die letzte Runde begann Dirk als Führender, doch eine Gelbphase riss eine Lücke zwischen die drei. Stefan riskierte alles und fuhr diese wieder zu, Ruckyfumi schoss von hinten mit der schnellsten Rennrunde heran nur noch zwei Kurven, Angriff von Stefan, Dirk wehrt ab, letzte Kurve Rucky bremst sich neben Stefan, jedoch beschleunigt Stefan besser und kann ihn auf der Startzielgeraden neben sich halten. Ein spannendes Rennen wird abgewunken und nach einer langen Ära ein neuer AMA Sieger gekrönt. Sein Name Dirk Schnieders.
Unspektakulär den Gesamtsieg fuhr erneut Jeroen mit seiner Suzuki GSXR ein.
Bei den Vintages wurden die Karten komplett neu gemischt. Peter Linden, im ersten Lauf noch souverän Sieger, sah das Ziel nicht. Dafür holte nun der Brite Hugh Brasher den Sieg knapp vor Andreas Peck. Da Hugh kein IG-Mitglied ist, bekommt er keine Punkte, Pecky ist also erneut Sieger. Danach lief mit kleinem Respektsabstand Christian Hart ein, Alois sah als Dritter der IG das Ziel. Bei ihm war offensichtlich der Knoten geplatzt, er hatte Vertrauen zu den für ihn ungewohnten Reifen gefasst und sich über 4s zum ersten Lauf verbessert.
Das Rennen wurde wie folgt beendet:

AMA Legend: #33 Dirk Schnieders vor #1 Stefan Merkens und #68 Thomas Ruckriegel
No Limit: #3 Jeroen Versteeg vor #50 Olaf Färber und #93 Holger Behnke
Vintage: #98 Marcus Franzen vor #133 Christian Hart und #98 Marcus Franzen

Autor: Thomas Arnsburg