Alteisenreiten

Minimale Kosten – Maximaler Spaß!
Um hier aktiv mitzumischen, bedarf es keiner teuren Spezial-Anfertigung. Selbst auf einer Serien Mopete aus den tiefsten 80ern bist Du herzlich Willkommen, funktionierende Technik vorausgesetzt. Wer sich dann ansteckt und einen Drang zur Aufrüstung verspürt – selten dürfte das Knowhow und die Experten-Dichte höher sein als im Kreise der Classic-Superbiker. Wir sprechen fließend Bol d´Or, Zett, GS und seit kurzem auch FJ und deren Derivate, kennen Kniffe sowie Tricks und teilen diese auch wirklich gerne den Kollegen mit, sowohl bei Fahrwerks- und auch Motor-Angelegenheiten.

Am Freitag, den 07. Juni 2013 fand in Oschersleben
unser Alteisenreiten statt.

Die CSBK hatte am Freitag, den 07.06.2013 zum Alteisenreiten im Motopark Oschersleben geblasen und die Gemeinde der Schwermetall-Bezwinger ist dem Ruf willig (oder sogar gierig?) gefolgt.
Und nicht nur die Altmetall-Treiber, sondern auch die Sonne wusste offensichtlich, wo es was zu sehen und zu erleben gibt und hat sich das ganze Wochenende hindurch ungefilterte Sicht auf das fröhliche, bunte und mitunter auch schön laute Treiben gegönnt. Kluger Planet das!
Das Ergebnis war dann auch durchaus beeindruckend, mit insgesamt ca. 66.000ccm Hubraum aus ungefähr 240 ziemlich großen, kühlgerippten Zylindern.
Und es war wirklich alles dabei, was einem so in den Sinn kommen könnte. Angefangen bei den zahlreichen Bol d’Ors über diverse Suzuki GS und auch Knicker und die gesamte Modellpallette angejahrter Kawasaki Z und GPZ-Modelle.
Bimotas waren am Start, auch Bakker war vertreten und dazu noch das eine oder andere Neo-Classic Bike oder die Renner aus der Teeküche der CSBK – die schnelle, böse grollende VF750RR vom Chef-Instruktor Pecky oder die jägermeisterbetriebene FZ vom Alteisenmacher Kasuduc.
Da außerdem das Starterfeld der CSBK Masters Serie für die ersten beiden Läufe der Saison nach Oschersleben gepilgert war, wurde bereits am Donnerstagmittag ein entsprechender Claim im Paddock abgesteckt, um die bunte Truppe möglichst nah zusammen zu halten.
Zusätzlich gab es als Anlaufstelle die CSBK-Box #16 und als wäre das nicht schon genug gewesen, hatte der 2012er AMA-Champ Ruckyfumi #68 zusätzlich sein mobiles Klassenzimmer für die Racing-School eingerichtet um interessierten Fahrern ein paar solide Grundlagen oder den einen oder andere Kniff der Profis mit auf den Weg zu geben.
Damit war die Tafel für ein wunderbares Wochenende also reich gedeckt und – wen wunderts – es wurde anständig zugelangt!
Die erfahrenen Piloten der CSBK schlüpften in ihre neongelben Westen und verdingten sich als Instruktoren für die ersten Turns auf dem für viele Teilnehmer unbekannten und ungewohnten Terrain.
Und sie instruierten offensichtlich gut, denn es kamen ausschließlich verschwitzte und ausgesprochen glücklich grinsende und lachende Alteisenreiter von den Turns zurück ins Paddock und nennenswerte Material – oder gar Personenschäden gab es auch keine zu beklagen.
Dass das Grinsen mit jedem Turn breiter und der Fahrspaß größer wurde, liegt in der Natur der Sache – man freundet sich mit den Gegebenheiten an, lernt den Kurs kennen, merkt, wie das eigene Moped sich an welcher Stelle verhält und findet Gelegenheit, dem einen oder anderen Fahrer einen flotteren Strich abzugucken.
So läuft das immer und so soll das auch laufen, deshalb macht es ja so einen mordsmäßigen Spaß, mit den alten Raketen unter Gleichgesinnten seine Kreise zu ziehen!
Am Abend bei Freibier in der Box #16 und später in der CSBK-Ecke des Paddock bei Grillfleisch und Bierchen mischte sich dann das Feld der Alteisenreiter dann wie selbstverständlich unter das fahrende Volk der CSBK Masters Series und es wurde Benzin gesabbelt, Bekanntschaften geknüpft oder vertieft und der eine oder andere hat vielleicht sogar schon den gedanklichen Grundstein für den eigenen Einstieg in die CSBK Masters Series und damit für den Beginn einer großartigen Rennfahrer-Karriere gelegt.
Wenn es euch beruhigt – so hat die CSBK fast alle ihre Fahrer eingefangen ;o)